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12.08.2020, 17:13 Uhr

Junge Union Vogelsberg: SPD-Diskussion zur Zusammenarbeit mit Linken angesichts des Ypsilanti-Desasters 2008 und des Mauerbaues 1961 unverantwortlich

 VOGELSBERGKREIS. In der Diskussion um die Ankündigung der SPD-Führung, auch für eine Kooperation mit der Linkspartei auf Bundesebene zur Verfügung zu stehen, mahnt die Junge Union Vogelsberg die heimischen Sozialdemokraten zu klarer Ablehnung. Der Vogelsberger Landrat Manfred Görig (SPD) und Unterbezirksvorsitzender Krug müssten sich eindeutig von allen Koalitionsliebeleien zu den Linken distanzieren. JU-Kreisvorsitzende Jennifer Gießler (Lauterbach) bemängelt, dass die SPD – gerade in Hessen – wieder offen über eine Zusammenarbeit mit der Linken angesichts ihres historischen Fehlers von 2008 diskutiere. Manfred Görig wisse aus leidlicher Erfahrung von dieser Landtagswahl, dass damals die hessische SPD und er vorher eine Zusammenarbeit mit der Linken kategorisch ausschlossen, um dann genau diese anzustreben.

Die Berliner Mauer (hier die Gedenkstätte Bernauer Straße) mahne vor einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei, sagt die Junge Union Vogelsberg (Foto: Apel)
 Schlimm sei es auch, dass um den Jahrestag des Mauerbaues in Ost-Berlin und der DDR das Thema Zusammenarbeit mit der SED-Nachfolgepartei Linke ungeniert diskutiert werde. „Der 13. August 1961 als Tag des Mauerbaues und betonierter Teilung Deutschlands zeigt eindringlich, wozu Kommunisten in der Lage sind“, warnt Jennifer Gießler.

Manfred Görig war zu Zeiten der gescheiterten Regierungsübernahme durch die SPD-Frau Andrea Ypsilanti im Jahre 2008 Landtagsabgeordneter für die Sozialdemokraten im Hessischen Landtag. Er galt, wie viele seiner Fraktionskollegen, als Unterstützer des Kurses der SPD-Spitzenfrau aus Frankfurt, die zwei gescheiterte Anläufe unternahm, um hessische Ministerpräsidentin – unter „Tolerierung“ der Linkspartei - zu werden. Als im November 2008 vier aufrechte Sozialdemokraten Andrea Ypsilanti die Gefolgschaft verweigerten, sich mit Stimmen der SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen, gehörte der SPD-Landtagsabgeordnete Görig nicht zu diesen vier Abgeordneten. Er hätte – wäre es nicht anders gekommen – Frau Ypsilanti mit den Stimmen der Linken zur Regierungschefin in Hessen gewählt. Durch die vier Aufrechten kam es anders, der Hessische Landtag wurde aufgelöst, Manfred Görig verlor sein Direktmandat bei der anschließenden Neuwahl des Landtags, die von CDU und FDP 2009 gewonnen wurde.